Geschichte der Kamera – Erste Schritte
Als "eigentlicher" Erfinder der Fotografie wird der Franzose Joseph Nice´phore Niepce angesehen, der 1822 das erste Bild anfertigte. Merkwürdigerweise verwendete er nicht die längst bekannten lichtempfindlichen Silberkristalle, sondern eine bestimmte Art von Asphalt, den er mit Lavendelöl auflöste und auf eine Metallplatte strich. Ein Teil dieser Mischung wurde unter Einfluss von Licht hart, während der unbelichtete Teil weich blieb und wieder entfernt werden konnte. Nach der Belichtung und der Entfernung des weichen Asphalts legte Niepce die Platte in eine Säure, welche die von dem Gemisch befreiten blanken Metallteile ätzte. So entstand eine negative Druckvorlage, die eine originalgetreue Kopie ergab.
Aus dem Jahre 1826 ist uns das erste Foto der Welt erhalten, welches Niepce aus einem Fenster des Landhauses bei Chalon aufnahm. Die Belichtungszeit betrug 8 Stunden. Gleichzeitig beschäftigte sich noch ein Franzose mit dem Problem, die Bilder der Camera Obsura festzuhalten: der Maler Louis Daguerre ( 1787 - 1851 ). Er verbesserte die Erfindung von Niepce, indem er lichtstarke Kameras und lichtempfindlicheres Material verwendete. So konnte die Belichtungszeit auf ca. 20 Minuten verkürzt werden.
Daguerre nahm Silderjodid, das er auf Kupferplatten auftrug. Beim Belichten änderte sich der Aufbau der chemischen Verbindung, es entstand ein verborgenes Bild. Die Entwicklung erfolgte, indem die belichtete Platte Quecksilberdämpfen ausgesetzt wurden, wobei an den belichteten Stellen Amalgam, ein hellglänzender Stoff, entstand. Das Foto wurde dann in einer Kochsalzlösung fixiert. Diese sogenannten Daguerreotypien hatten den Nachteil, dass sie seitenverkehrte Bilder lieferte und keine Vervielfältigungen zuließen. Jedes Foto war ein Original. Einen weiteren Meilenstein setzte William Talbot der durch seine Forschungen die Negativherstellung ermöglichte. Im Gegensatz zu den bisher verwendeten Schichtträgern aus Metall benutzte er dünnes Papier. Das haltbargemachte Bild war lichtdurchlässig; von diesem Negativ konnte durch Umkopieren beliebig viele Positive hergestellt werden. Der Siegeszug der Kameras war nicht mehr aufzuhalten.
Datum: 17.03.2011 06:48 / Autor: Paul_Kuhn
Aus dem Jahre 1826 ist uns das erste Foto der Welt erhalten, welches Niepce aus einem Fenster des Landhauses bei Chalon aufnahm. Die Belichtungszeit betrug 8 Stunden. Gleichzeitig beschäftigte sich noch ein Franzose mit dem Problem, die Bilder der Camera Obsura festzuhalten: der Maler Louis Daguerre ( 1787 - 1851 ). Er verbesserte die Erfindung von Niepce, indem er lichtstarke Kameras und lichtempfindlicheres Material verwendete. So konnte die Belichtungszeit auf ca. 20 Minuten verkürzt werden.
Daguerre nahm Silderjodid, das er auf Kupferplatten auftrug. Beim Belichten änderte sich der Aufbau der chemischen Verbindung, es entstand ein verborgenes Bild. Die Entwicklung erfolgte, indem die belichtete Platte Quecksilberdämpfen ausgesetzt wurden, wobei an den belichteten Stellen Amalgam, ein hellglänzender Stoff, entstand. Das Foto wurde dann in einer Kochsalzlösung fixiert. Diese sogenannten Daguerreotypien hatten den Nachteil, dass sie seitenverkehrte Bilder lieferte und keine Vervielfältigungen zuließen. Jedes Foto war ein Original. Einen weiteren Meilenstein setzte William Talbot der durch seine Forschungen die Negativherstellung ermöglichte. Im Gegensatz zu den bisher verwendeten Schichtträgern aus Metall benutzte er dünnes Papier. Das haltbargemachte Bild war lichtdurchlässig; von diesem Negativ konnte durch Umkopieren beliebig viele Positive hergestellt werden. Der Siegeszug der Kameras war nicht mehr aufzuhalten.
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